Eingewöhnungskonzept

Inhaltsverzeichnis:

  • Einleitung
  • Das Berliner Eingewöhnungsmodell
  • Eingewöhnung im Überblick
  • Wichtige Informationen

 

Einleitung:

In unserer Kindertageseinrichtung orientieren wir uns während der Bowlby.

John Bowlby beschreibt die Bindung zwischen einem Kind und seinen engsten

Bezugspersonen als Band, welches sich durch Interaktion in den ersten Lebensmonaten bildet. Der Übergang aus der Familie in unsere Kindertageseinrichtung ist für Eingewöhnungszeit an dem Berliner Eingewöhnungsmodell und der Bindungstheorie von John

die Kinder eine große Herausforderung, da sich dieses Band, symbolisch betrachtet, teilen muss und sich ein Teil des Bandes mit der zukünftigen Bezugsperson neu verbinden muss.

 

Um einen guten Übergang zu erschaffen ist es notwendig, dass während der ersten Tage der Eingewöhnung immer eine Bezugsperson anwesend ist. Wichtig ist, dass die Bezugsperson in dieser Zeit nicht wechselt, denn nur so ist es dem Kind möglich, sich auf die neue Situation einlassen zu können.

Durch den sicheren Rückhalt der Bezugsperson kann das Kind auf Entdeckungstouren im Gruppenraum gehen und die Erzieherin hat so die Möglichkeit mit dem Kind in Kontakt zu treten und eine Bindung aufzubauen.

 

Dies sind bereits die Ersten Schritte des Berliner Eingewöhnungsmodells, welches wir Ihnen nachfolgend naher erklären mochten.

Sie sind herzlich eingeladen den Erzieher-/innen Ihrer Gruppe aufkommende Fragen zu stellen.

 

Das Berliner Eingewöhnungsmodell:

Das Berliner Eingewöhnungsmodell basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen. Es teilt sich in verschiedene Phasen auf.

 

Grundphase:

Die Bezugsperson kommt mit dem Kind in die Gruppe und bleibt für die ersten 3 Tage ca. 1 Stunde zu Besuch.

 

Aufgabe der Bezugsperson:

→ sicherer Hafen für das Kind

→ passives und zurückhaltendes Verhalten

→ akzeptieren, wenn das Kind die Nähe sucht

→ die Aufmerksamkeit stets auf das eigene Kind richten und nicht anderweitig

beschäftigen (stricken, telefonieren oder mit anderen Kindern spielen)

 

  1. Trennungsversuch:

Am 4. Tag findet ein erster Trennungsversuch statt, der Aufschluss über den weiteren Verlauf der Eingewöhnungszeit gibt. Auch wenn das Kind weint, verlasst die

Bezugsperson den Raum, bleibt aber in der Nähe

 

Reaktion:

→ Nimmt das Kind weiterhin am Gruppengeschehen teil, kann die Trennung max. 30

Minuten dauern. Dies gibt Hinweise auf eine mögliche kurze Eingewöhnung

 

→ Beginnt das Kind zu weinen, lasst sich jedoch von den Erzieher/-in

beruhigen, kann die Trennung auch hier max. 30 Min. dauern.

 

→ lässt sich das Kind nicht beruhigen, wird die Bezugsperson zurück gebeten.

Dies gibt Hinweise auf eine längere Eingewöhnungszeit, da der nächste

Trennungsversuch einige Tage warten muss, dies wird Individuell abgesprochen.

 

 

Stabilisierungsphase:

In der Stabilisierungsphase besteht die Möglichkeit die Trennungszeit auszudehnen. Nach Möglichkeit sollte diese Zeit eine Halbtagesbetreuung nicht überschreiten.

In dieser Phase übernimmt die Erzieherin zunehmend die Aufgaben der Bezugsperson, auch wenn das Kind beim ersten Trennungsversuch geweint hat.

 

Schlussphase:

Die Bezugsperson halt sich nicht mehr in der Einrichtung auf, muss jedoch jederzeit

erreichbar sein.

Die Eingewöhnungsphase kann als beendet angesehen werden, wenn das Kind die

Erzieherin als „SICHERE BASIS“ akzeptiert und sich auch in besonderen Fällen trösten lässt.

 

Bei Erkrankung des Kindes oder bei Ausfall der Erzieherin in der Eingewöhnungsphase, muss mit einem Ruckschritt in der Eingewöhnung gerechnet werden. Außerdem ist es wichtig, das morgendliche Bringen des Kindes möglichst ähnlich zu gestalten, damit das „In-den-Kindergarten-gehen“ allmählich etwas Vertrautes wird.

 

Des Weiteren ist zu beachten, dass in den Früh- und Spätdiensten in der Eingewöhnung immer eine Bezugserzieherin anwesend sein sollte.

(7:00 Uhr – 8:30 Uhr Frühdienst)

(14:30 Uhr – 16:30 Uhr Spätdienst)

 

Abschließend ist zu sagen, dass sich die gesamte Eingewöhnungsphase am Kind

orientiert und individuell gestaltet werden muss. Dies schließt auch die Mahlzeiten und Schlafsituation ein.

Damit auch Sie immer einen guten Überblick über die Eingewöhnung und das Befinden ihres Kindes haben, bieten wir Ihnen, nach jedem Abschluss einer Phase ein kurzes Reflexionsgespräch an. Die Erzieher der U3 – Gruppe werden die Termine mit Ihnen individuell vereinbaren.

 

 

 

Eingewöhnung im Überblick

Eingewöhnung im Überblick (c) Kita Herz Jesu

Wichtige Informationen zum Ablauf des ersten Kita-Tages

  • Für die Eingewöhnungszeit dürfen Sie Ihrem Kind etwas Vertrautes von Zuhause mit geben (Kuscheltier, Buch, Spielzeug, etc.)
  • Sollte Ihr Kind ein Schnuffeltuch oder einen Schnuller benötigen, darf dieses zusätzlich mitgebracht werden.
  • Bitte bringen Sie den Portfolioordner und das Fotobuch zum ersten Kindergartentag mit (nähere Informationen erhalten sie beim Hausbesuch)

 

  • Nach dem Eintreffen in der Einrichtung möchten wir Sie bitten, im Foyer zu warten. Der Bezugserzieher / Die Bezugserzieherin Ihres Kindes wird Sie dann in Empfang nehmen. Gemeinsam werden Sie alle benötigten Dinge Ihres Kindes einräumen und anschließend die Gruppe betreten.

 

  • Des Weiteren möchten wir Sie bitten Ihre Schuhe vor dem Gruppenraum auszuziehen, um eine Verschmutzung der Teppiche und des Gruppenraumes zu reduzieren. Wenn Sie möchten, können Sie sich Hausschuhe mitbringen.